Das charakteristische und oft einzigartige Aroma vieler Zutaten wird in der Küche nur selten in klarer Einfachheit präsentiert. Dabei ist das natürliche Aroma an Reinheit und Strahlkraft kaum zu übertreffen. Wir wollen hier einige betörende Aromen und deren kulinarische Inszenierung vorstellen, verbunden mit der Hoffnung auf eine Rückbesinnung auf kulinarische Klarheit.

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Samstag, 26. Januar 2008

Grünes Brot

Auch wenn es nicht so ganz mein Metier ist - einmal habe auch ich mich daran versucht, meine Brotbackkünste auszutesten.

Und das Ergebnis war schon recht fein - wenn auch nicht wirklich typisch.

Das Rezept ist frei nach Jamie Oliver - normalerweise nicht so mein Fall, aber hier war es durchaus schmecklich.


  • 500 g Mehl
  • 100 ml lauwarmes Wassser
  • grüne Lebensmittelfarbe
  • 15 g Hefe
  • 1 El Zucker
  • 1 gestr. El Meersalz
  • 3 Zucchini, große
  • 3 Stiele frisches Rosmarin
  • 100 g Feta
  • Mehl zum Bestäuben
Mehl auf die Arbeitsfläche häufen und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Wasser mit ein wenig Lebensmittelfarbe mischen und in die Mulde hinein gießen. Hefe, Zucker, Salz, Zucchiniraspel und Rosmarin (vorher fein hacken) zufügen.

Nun alle Zutaten in der Mulde zu einem Brei mischen und anschließend das Mehl unterarbeiten.

Jetzt die Hände mit Mehl bestäuben und den Teig schlagen und drücken. Am Ende darf er nicht mehr klebrig sein. Ist er zu trocken, etwas Wasser zugeben. Den Teig insgesamt 4-5 Minuten lang drücken, falten, schlagen und rollen, bis er seidig glänzt und elastisch geworden ist. Dann den Teig mit Mehl bestäuben, in eine Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken.

Etwa 30 Minuten an einem warmen, feuchten Ort ohne Zugluft gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Anschließend den Teig ca. 30 Sekunden lang auf die Arbeitsfläche geben und kräftig drücken. So lange schlagen, bis jegliche Luft entwichen ist. Den Teig dann wieder mit Mehl bestäuben, auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech legen und ihn nochmals aufgehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Zum Schluss im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 30 Minuten knusprig backen.

Natürlich kann man die Lebensmittelfarbe getrost weglassen - das Brot ist dann halt nicht so durch und durch grün - aber als Gag kommt's gut!

Lamm - Rosmarin - Spießchen



  • 8 Lammfilets
  • 8 kräftige Zweige Rosmarin
  • 40 g Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 80 ml Olivenöl
  • Pfefferkörner (grob gemahlen)
  • Salz
  • 30 g Butter
Die Lammfilets in 3-4 gleich große Stücke schneiden. Von den Rosmarinstielen die Nadeln abstreifen, nur an der Spitze einen Büschel Nadeln daran lassen. Jeweils 3-4 Stücke Lammfilet auf die Zweige spießen. Das funktioniert besser, wenn man das Fleisch zuvor mit einem Schachschlikspieß duchgepiekst hat. Schalotten und Knoblauch pellen und würfeln. Lammspieße mit Schalotten, Knoblauch und Olivenöl in eine Schale geben, pfeffern und dicht verschließen. Kühl stellen und 1/2 Tag marinieren.

Olivenöl von der Marinade in die Pfanne geben und erhitzen. Die Lammspieße von allen Seiten darin gut anbraten und mit grobem Salz und Pfeffer würzen. Butter zugeben und die Spieße bei mittlerer Hitze in 2-3 Minuten fertig braten.

Von der Petersilie die Blätter abzupfen und fein hacken. 3-4 El Olivenöl von der Marinade in die Pfanne geben und erhitzen. Die Lammspieße von allen Seiten darin gut anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Butter zugeben und die Spieße bei mittlerer Hitze in 2-3 Minuten fertig braten. Petersilie zugeben und die Spieße servieren.

Dazu ein schönes Feigen-Gorgonzola-Risotto - ein Gedicht, geschmacklich wie optisch!

Gekräutertes Ibero - Schweine - Lendchen

Zu den hervorstechenden Merkmale des Ibero-Schweines, eine Köstlichkeit, werden wir uns an anderer Stelle ausführlich äußern.

Zutaten:
  • 3 Lenden vom Ibero-Schwein
  • 5 Zweige Rosmarin
  • 5 Zweige Thymian
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • 3 Knoblauchzehen (angedrückt)
  • Olivenöl
Zubereitung:

Die Lenden mit den Knoblauchzehen in heißem Olivenöl von allen Seiten kurz scharf anbraten, vom Feuer nehmen, Kräuter und Pfeffer dazugeben und abgedeckt stehen lassen - weitplanende Naturelle können das schon am Vorabend machen...



1/2 Stunde vor dem Servieren den Backofen auf 120 Grad vorheizen. Meersalz über das Fleisch geben und für ca. 15 bis 20 Minuten im Backofen garen. Aus dem Ofen nehmen und zugedeckt 7 - 10 Minuten durchziehen lassen. Aufschneiden und mit der Balsamico-Vanillesauce servieren.

Als Beilage passt: Vanille-Polenta.



Foto ist ein bisserl düster - also, wir kochen es demnächst nochmal! Einverstanden?

Limetten - Rosmarin - Sorbet

Gab es erstmalig zu Angelas Geburstag 2007 - als Zwischengang.

Besticht durch das zwar zarte aber dennoch eindeutige Rosmarin-Aroma, das natürlich frisch aus dem Garten kommt, versteht sich!



Zutaten:
  • 700 g/ml Wasser
  • 150 g Zucker
  • 2 Limonen
  • 20 g frische Rosmarinnadeln
  • 1 Eiweiß, geschlagen
  • 5 ml Limoncello
Wasser und Zucker zum Sirup 5 Minuten kochen lassen - anschließend in zwei Portionen teilen. Die Limonen mit einer Zestenreibe 'schälen' - die Früchte auspressen. Die Zesten in die eine Portion Sirup geben - Rosmarinnadeln in die andere - ca 20 min. bei kleiner Hitze köcheln und dann abkühlen lassen. Den Rosmarinsirup durch ein Sieb zum Limettensirup geben. Limettensaft und Limoncello zugeben. Gut kalt stellen - danach mit dem geschlagenen Eiweiß in die Eismaschine füllen.

Keine Angst vor den vielen Rosmarinnadeln ! Kommt köstlich!

Limoncello ist ein italienischer Likör, der riecht wie Spülwasser, im Dessert aber köstlich schmeckt! Ein wunderbar erfrischender Zwischengang.

Rosmarin



Sonntag, 20. Januar 2008

Limoncello-Rosmarin-Creme

Limoncello-Rosmarin-Creme

Ein wirklich raffinierter Nachtisch - damit konnte ich sogar meinen Freund und Kochmeister Hans-Jörg beeindrucken - und das will schon was heißen:
  • 5 Blatt Gelatine
  • 1 Vanilleschote
  • 20 g Rosmarinnadeln
  • 200 ml Limoncello (gibt's hier auch ein Rezept von)
  • 250 ml Schlagsahne
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Eigelb (Kl. M)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 200 g Sahnejoghurt
Gelatine einweichen. Die Vanilleschote längs halbieren, das Mark auskratzen und mit den Rosmarinnadeln im Limoncello 4 Minuten offen kochen. Den Sud durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen.

Die Sahne mit etwas Puderzucker steif schlagen und kalt stellen.

Eigelb mit 100 g Puderzucker und Zitronensaft im heißen Wasserbad aufschlagen. Dabei den etwas abgekühlten Gewürz-Sud langsam zugießen. Die Gelatine ausdrücken und in der warmen Creme auflösen. Die Creme abkühlen lassen, bis sie leicht zu gelieren beginnt. Dann erst Joghurt, dann Schlagsahne unterheben. 4 kalt ausspülen, die Creme darin verteilen und über Nacht im Kühlschrank festwerden lassen.

Auf große Dessertteller stürzen und mit einem schönen Früchte-Arrangement (rot macht sich am besten - Erdbeersosse passt wunderbar) und mit Rosmarinspitzen und evt. -blüten anrichten.




Kann der Höhepunkt eines wunderbaren Menüs sein!

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